Mehr Licht bedeutet nicht automatisch ein besseres Aquarium. Welche Beleuchtung sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, was im Aquarium lebt, wie es eingerichtet ist und welche Wirkung man erzielen möchte.
Bei Aquarienbeleuchtung wird häufig mit hohen Lichtleistungen, maximaler Helligkeit und kräftigem Pflanzenwachstum geworben. Für viele bepflanzte Aquarien ist eine leistungsfähige Beleuchtung tatsächlich wichtig. Doch es gibt ebenso Aquarien, bei denen eine hohe Lichtintensität weder notwendig noch sinnvoll ist.
Wie viel Licht braucht ein Aquarium?
Die Antwort lässt sich nicht pauschal mit einer bestimmten Wattzahl oder einem bestimmten Lichtstrom beantworten. Entscheidend sind unter anderem die Pflanzen, die Beckentiefe, die Einrichtung und natürlich die Tiere.
Anspruchsvolle Wasserpflanzen benötigen beispielsweise deutlich mehr Licht als genügsame Pflanzenarten. Bei einem dicht bepflanzten Aquarium oder einem Aquascape kann eine leistungsstarke Beleuchtung deshalb entscheidend für das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen sein.
Anders sieht es bei Aquarien aus, bei denen Pflanzen nur eine untergeordnete Rolle spielen oder ganz fehlen. Hier muss die Beleuchtung nicht in erster Linie möglichst viel Energie für das Pflanzenwachstum bereitstellen.
Nicht jedes Aquarium braucht möglichst viel Licht. Entscheidend ist, welches Aquarium man beleuchten möchte.
Wann kann weniger Licht sinnvoll sein?
Bei einem reinen Fischbecken oder einem Aquarium mit wenigen, anspruchslosen Pflanzen steht nicht unbedingt maximales Pflanzenwachstum im Vordergrund. Hier kann eine moderate Beleuchtung vollkommen ausreichen.
Das hat noch einen weiteren Vorteil: Je weniger Licht zur Verfügung steht, desto weniger Energie wird für die Beleuchtung benötigt. Gleichzeitig kann bei ansonsten gleichen Bedingungen ein geringerer Lichteintrag das Wachstum von Algen begrenzen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass eine schwächere Beleuchtung automatisch ein algenfreies Aquarium ergibt. Algenwachstum hängt von vielen Faktoren ab – unter anderem von Nährstoffangebot, Beleuchtungsdauer, Pflege und biologischem Gleichgewicht des Aquariums.
Es geht vielmehr darum, die Beleuchtungsintensität an den tatsächlichen Bedarf anzupassen, statt grundsätzlich möglichst viel Licht einzusetzen.
Beispiel 1: Malawibecken
Malawi-Aquarien sind ein gutes Beispiel für ein Aquarium, bei dem die Beleuchtung andere Aufgaben hat als in einem stark bepflanzten Gesellschaftsbecken.
Typische Malawibecken sind geprägt von Steinen, Felsen und hellem Bodengrund. Pflanzen spielen häufig eine deutlich geringere Rolle oder fehlen ganz. Im Mittelpunkt stehen die Fische und ihre Farben.
Eine hohe Lichtleistung für üppiges Pflanzenwachstum wird hier deshalb nicht benötigt. Eine moderate Beleuchtung kann vollkommen ausreichend sein, um das Becken attraktiv auszuleuchten und die Tiere wirkungsvoll in Szene zu setzen.
Auch die Lichtfarbe kann dabei eine Rolle spielen: Eine kühle, blau betonte Lichtwirkung passt besonders gut zur typischen Farbwelt vieler Malawi-Buntbarsche mit blauen, gelben und weißen Farbtönen.
Beispiel 2: Axolotl-Aquarien
Auch bei Axolotl-Aquarien steht in der Regel nicht möglichst kräftiges Pflanzenwachstum im Mittelpunkt.
Axolotl benötigen keine intensive Beleuchtung für sich selbst, sie scheuen helles Licht. Und weil Axolotl häufig echte „Pflanzenkiller“ sind, kommen in ihren Aquarien haptsächlich robuste und eher genügsame Arten zum Einsatz. Eine zurückhaltende Beleuchtung kann daher für viele Axolotl-Aquarien eine interessante Lösung sein — auch aus dem Gesichtspunkt der Stressminimierung heraus.
Hinzu kommt ein praktischer Aspekt: In Aquarien mit vergleichsweise wenig oder langsam wachsenden Pflanzen kann eine sehr hohe Lichtintensität schnell mehr Licht liefern, als tatsächlich benötigt wird. Ein angemessen abgestimmtes Beleuchtungskonzept kann hier helfen, unnötigen Algendruck zu vermeiden.
Gerade bei Axolotl-Aquarien lohnt es sich deshalb, nicht ausschließlich danach zu fragen, wie viel Licht möglich ist, sondern welches Beleuchtungsniveau für das konkrete Becken sinnvoll ist.
Viel Licht oder wenig Licht – was ist nun besser?
Die Frage lässt sich nicht allgemein beantworten.
Für ein dicht bepflanztes Aquarium mit anspruchsvollen Pflanzen kann eine leistungsfähige Beleuchtung unverzichtbar sein. Für ein Malawi- oder Axolotl-Aquarium oder ein anderes Becken mit geringerem Lichtbedarf kann dagegen eine deutlich moderatere Beleuchtung die passendere Wahl sein.
Auch die optische Wirkung spielt eine Rolle. Eine Beleuchtung kann nicht nur Pflanzen beim Wachstum unterstützen, sondern auch die Farben von Fischen und die Gestaltung des Aquariums beeinflussen.
Die beste Aquarienbeleuchtung ist deshalb nicht zwangsläufig die leistungsstärkste, sondern diejenige, die zum jeweiligen Aquarium passt.
Eine passende Lösung für Aquarien mit moderatem Lichtbedarf
Für Aquarien, bei denen keine hohe Lichtintensität erforderlich ist, bietet die SOLAR STINGER® SunStrip III Coral Plant eine interessante Alternative zu leistungsstärkeren Aquarienleuchten.
Die LED-Leuchte ist mit 18 W bzw. 24 W erhältlich und erzeugt eine kühle, blau betonte Lichtwirkung. Besonders interessant ist sie beispielsweise für Malawibecken mit heller, reduzierter Einrichtung.
Durch ihre moderate Lichtleistung eignet sie sich für Aquarien, bei denen nicht maximales Pflanzenwachstum, sondern eine passende und zurückhaltende Beleuchtung im Vordergrund steht.



